1und1 Webhosting Erfahrungen & Test 2016

Über das Webhosting Unternehmen
1&1 bzw. 1und1 gehört in Deutschland zu wichtigsten Unternehmen im Bereich Kommunikation und Internet. Auch als Webhoster ist der in Montabaur ansässige Provider erfolgreich: Rund 19 Millionen Domains werden derzeit über die eigenen Rechenzentren gehostet – damit ist 1&1 die Nummer 1 in Europa. Ein Teil der Erfolgs dürfte auf die frühe Unternehemsgründung zurückzuführen sein. Im Jahre 1988 war das Internet nach heutigem Verständnis kein Thema – und so legte man den Schwerpunkt auf Marketing in elektronischen Medien.

Bereits 1992 bot 1&1 unter der Marke BTX in Kooperation mit der Telekom erste Online-Dienste an, im Jahre 1996 konnten sich Kunden komplett über 1&1 einwählen. Das erste eigene Rechenzentrum wurde hingegen erst 1999 in Karlsruhe in Betrieb genommen. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, Anbieter sind in dieser Branche Ende der 90er Jahre noch rar. Schon zwei Jahre später wird das Angebot gar um dedizierte Server erweitert.

Ein ganz anderer Trend wird ebenfalls früh erkannt: Seit 2007 tritt 1&1 in Deutschland als Komplettanbieter auf, Telefon- und Internetanschlüsse sind nun in Kombination erhältlich. Seit 2010 erfolge gar in Zusammenarbeit mit Vodafone noch eine Ausweitung auf den Mobilfunksektor. Im Jahre 2015 wird der Wachstumskurs fortgesetzt. DSL-Tarife für Businesskunden machen das Angebot noch interessanter; auf Wunsch verfügbare Cloud-Server dürften künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Das Webhosting Angebot

Das „klassische“ Webhosting findet sich bei 1&1 in vier Tarifen wieder: Bereits das Angebot „Starter“ überrascht mit 50 GB Webspace und 2 GB E-Mail-Speicher pro Postfach. Bei den 100 Postfächern, die im Tarif enthalten sind, ergibt das theoretisch einen Mail-Speicher von bis zu 200 GB. Keinesfalls selbstverständlich ist auch der effektive Spam-Filter. Erwähnenswert ist weiterhin die Zusicherung von bis zu 300 MB Arbeitsspeicher. Wie viel davon aber konkret zur Verfügung steht, bleibt unklar – im Kleingedruckten wird dieses Versprechen nicht weiter präzisiert. Löblich sind aber bereits zwei enthaltene MySQL-Datenbanken und der 24-Stunden-Support. Um die Website mit Inhalt zu füllen kann zwar schon CMS-Software genutzt werden, 1&1 geht aber eher von statischen HTML-Seiten und eher einfachen Projekten mit dem eigenen Website-Baukasten aus. Für die Nutzung von beliebter Software wie WordPress steht ein eigenes Tarifportfolio zur Verfügung. Trotzdem kann die App ebenso wie Joomla! und Magento ebenso genutzt werden.

Der Tarif „Unlimited“ wird seinem Namen vollkommen gerecht: Der Webspace und die Zahl der E-Mail-Postfächer sind nicht begrenzt. Außerdem wird der zu nutzende Arbeitsspeicher auf bis zu 600 MB verdoppelt. „Unlimited“ ist auch die Verwendung von Datenbanken, wobei hier jeweils 1 GB sogar auf SSD zur Verfügung steht. Der Tarif „Unlimited Plus“ kommt vor allem der Performance zugute: 1,2 GB RAM können durch dieses Upgrade genutzt werden. Zudem ermöglicht die tägliche Datensicherung auch eine Wiederherstellung versehentlich verlorengegangener Daten. Das Angebot „Unlimited Pro“ erhöht den Arbeitsspeicher weiter auf 2 GB und erlaubt zudem die Nutzung von SSL-Zertifikaten. Außerdem ist der sogenannte Experten-Support inklusive. Ebenfalls üppig: Ohne Aufpreis können vier Domains mit den Endungen de .com .net .org .biz .info .name .eu .at verwendet werden.

Wie bereits erwähnt stehen zu vergleichbaren Preisen auch sogenannte „WordPress-Tarife“ zur Verfügung. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass WordPress mit automatischen Sicherheitsupdates genutzt werden kann und ein spezieller Experten-Support für diese App beratend zur Seite steht. Dafür muss das Projekt auch mit kleinerem Webspace zu realisieren sein, der dafür auf SSD bereit gestellt wird. Immerhin 25 GB können beim „BASIC“-Tarif genutzt werden. Die Tarif-Empfehlung „PLUS“ erhöht auf 5 WordPress-Projekte und gar 250 GB Webspace.

Alle Tarife werden mit einer Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten angeboten. Üblicherweise werden Linux-Server genutzt, gegen einen Mehrpreis von einigen Euro monatlich stehen aber auch Windows-Server zur Verfügung. Weniger positiv fallen leider die Nutzererfahrungen zum Thema Online-Shop aus: Nicht wenige Anwender klagen darüber, dass technische Störungen durchaus über einige Tage hinweg nicht behoben werden konnten.

Zur Zielgruppe dieses Angebots gehören:

Über das Webhosting Unternehmen
private Webmaster
Werbeagenturen
Business-Kunden
Reseller-Kunden
Blogger mit hohem Serviceanspruch
Betreiber von Online-Shops sämtlicher Größen

Das Fazit

1&1 setzt offenkundig einen besonderen Fokus auf private Kunden, die sich nicht auf großes Fachwissen stützen können – der einfache Homepage-Baukasten wird umfangreich beworben. Durch das große Tarifangebot in allen Segmenten bleibt das Angebot aber auch für Business-Kunden interessant. Letztere leiden allerdings besonders unter den Support-Schwächen, mit denen 1&1 ab und an zu kämpfen hat: Bleibt der Shop offline, bricht der Umsatz ein. Davon abgesehen überzeugen vor allem die umfangreichen Inklusive-Leistungen selbst in den sehr günstigen Einsteiger-Tarifen. Schade ist nur, dass Interessenten sich gleich für ein komplettes Jahr binden müssen.

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